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Luther

Lutherjahr 2017

Auf den Spuren des Reformators

Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der 95 Thesen, die Martin Luther – der Überlieferung nach – an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg schlug. Anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums finden deutschlandweit zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen zum Lutherjahr 2017 statt, die sich bequem von den Ringhotels erreichen lassen.

Als Martin Luther im Herbst 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablass in der Kirche veröffentlichte, ahnte er nicht, dass aus seinem Protest eine mächtige Bewegung werden sollte. Mit sogenannten Ablassbriefen rief die Kirche die Menschen damals dazu auf, sich von ihren Sünden freizukaufen. Mit dem Geld wurde unter anderem der Bau des prächtigen Petersdoms in Rom finanziert. Dies und der weitverbreitete Ämterkauf innerhalb der Kirche waren zwei von zahlreichen Missständen, die Martin Luther zum Reformator werden ließen. Der Anschlag der 95 Thesen gilt heute als Beginn der Reformation – ein Ereignis, das nicht nur die deutsche Geschichte prägte.

Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg

Martin Luther wurde am 10. November 1483 als achtes von neun Kindern des Mineneigners und Ratsherrn Hans Luder und dessen Frau Margarete in Eisleben geboren. Er lebte und wirkte jedoch überwiegend als Theologieprofessor in Wittenberg. Bei einem Aufenthalt in seiner Geburtsstadt anlässlich von Schlichtungsverhandlungen verstarb er am 23. Januar 1543. Die Städte Eisleben und Wittenberg, deren Gedenkstätten an den Reformator 1996 in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen wurden, führen daher beide seit über 60 Jahren den Beinamen „Lutherstadt“. In der Lutherstadt Eisleben, das gut vom Ringhotel Mutiger Ritter in Bad Kösen sowie dem Ringhotel Weißer Hirsch in Wernigerode erreicht werden kann, stehen das Geburtshaus und das Sterbehaus für die Eckdaten von Luthers Leben. Die beiden gut erhaltenen Häuser veranschaulichen nicht nur das Wirken Luthers, sondern bieten als kleine Museen auch einen interessanten Einblick in dessen bürgerliche Lebensweise.

In der Lutherstadt Wittenberg, wo sich das Ringhotel Schwarzer Baer garni in zentraler Lage befindet und sogar damit rühmen kann, dass Martin Luther in dem Haus einst übernachtete, steht noch heute das Lutherhaus. Es wurde ursprünglich als Augustiner-Kloster ab 1504 erbaut und war ab 1508 über 35 Jahre die Hauptwirkungsstätte Martin Luthers. Dort hielt der Reformator einst Vorlesungen vor Studenten aus ganz Europa und verfasste Schriften, die die Welt veränderten. Seit 1883 ist das Lutherhaus als Museum für Besucher geöffnet und heute das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. Das Lutherhaus wird vom 13. Mai bis 5. November 2017 in einer großen Ausstellung auf das Leben und Werk Luthers und seiner Zeit eingehen. In der kleinen Stadt an der Elbe, die auch von dem nahe gelegenen Ringhotel Zum Stein in Oranienbaum-Wörlitz besucht werden kann, lohnen auch die Stadtkirche, in der Luther über 30 Jahre predigte, und die Schlosskirche, in der sich sein Grab befindet, unbedingt einen Besuch.

Vom Protest zur Reformation

Nach der Veröffentlichung seiner Thesen, die er am 31. Oktober 1517 mit Briefen an seine kirchlichen Vorgesetzten schickte, musste sich Luther 1518 vor dem Augsburger Reichstag rechtfertigen. Im Verhör durch den römischen Legaten Cajetan weigerte er sich, seine Thesen zu widerrufen. Die Gespräche Luthers fanden vom 12. Oktober bis 14. Oktober im Stadtpalast der Fugger statt, er selbst übernachtete im Karmelitenkloster, der heutigen St.-Anna-Kirche. Dort erinnert eine kleine Gedenktafel an seinen Aufenthalt. Vom Ringhotel Alpenhof in Augsburg kann man die prächtige, durch zahlreiche Reichstage geprägte Altstadt, erkunden. Luther entzog sich einer drohenden Verhaftung in Augsburg durch nächtliche Flucht und ging zurück nach Wittenberg. In der aus dem Jahr 1520 stammenden Schrift „Von der Freiheit des Christenmenschen“ legte er die unauflösliche Zusammengehörigkeit von Glaube und Liebe dar. Mit Philipp Melanchthon, der kurz darauf an die Universität Wittenberg berufen wurde, gewann Luther einen wichtigen Freund, Schüler und Verbündeten im Kampf um die neue Auslegung des Evangeliums.

Doch zunächst wurde Luther, dessen Ideen die Macht der Kirche und damit auch der von ihr legitimierten Kirchenfürsten herausforderte, auf den nächsten Reichstag in Worms zum Verhör vorgeladen. Dazu sicherte ihm der in Glaubensfragen strenge Kaiser Karl V. freies Geleit zu. In Worms verteidigte Luther im April 1521 seine Schriften und lehnte einen Widerruf mit legendären Worten erneut ab: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir! Amen.“ Der Wahrheitsgehalt dieses Zitats ist aber ebenso umstritten wie die Legende vom Anschlag der Thesen ans Kirchenportal von Wittenberg. Die ehemals bedeutenden und immer noch prächtigen Reichsstädte Worms und Speyer können sehr gut vom Ringhotel Winzerhof in Rauenberg aus besucht werden.

Bibelübersetzung auf der Wartburg

Luther durfte Worms zwar, wie versprochen, unter kaiserlichem Geleit verlassen. Aber nur wenige Tage später, im Mai 1521, wurde im sogenannten Wormser Konkordat die Reichsacht über ihn verhängt und seine Lehre verboten. Der ihm wohlgesonnene Kurfürst von Sachsen schütze ihn, indem er Luther heimlich auf der Wartburg festsetzte. Dort übersetzte er – inkognito als „Junker Jörg“ – das Neue Testament in nur elf Wochen aus der griechischen Urfassung ins Deutsche. Für die damalige Zeit war es ein ungeheurer Vorgang: Luther machte damit Gottes Wort, über das die Kirche bis dahin die alleinige Deutungshoheit hatte, dem einfachen Volk direkt zugänglich. Und er prägte dabei zahlreiche Ausdrücke wie „Feuertaufe“, „Machtwort“ oder „Gewissensbisse“ sowie Redewendungen wie „im Dunkeln tappen“ und „ein Buch mit sieben Siegeln“, die noch heute fester Bestandteil der deutschen Sprache sind.

Die Wartburg bei Eisenach, die praktisch vor der Haustür des Ringhotels Lutherhotel Eisenacher Hof liegt, hat deshalb als Zufluchtsort Martin Luthers Berühmtheit erlangt. Das von ihm bewohnte Kavaliersgefängnis, die Lutherstube, wurde zum Ziel unzähliger Pilger und kann auch heute noch besichtigt werden. Noch bis zum 8. Januar 2017 zeigt die Wartburg mit der Sonderausstellung „Luther und die deutsche Sprache“ seinen großen Einfluss. Ab dem 4. Mai 2017 widmet sich dann die Ausstellung „Luther und die Deutschen“ den prägenden reformatorischen Leitmotiven und zeigt, wie jede Epoche deutscher Geschichte ihr ganz eigenes Lutherbild hatte.

Dank seiner zentralen Lage bietet sich das Ringhotel als Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Wartburg und die Besichtigung der historischen Altstadt mit dem Bachhaus, der Georgenkirche oder dem Lutherhaus an. Seinen Beinamen als Lutherhotel führt es nicht ohne Grund: In der „Lutherstuben“ können bis zu 170 Gäste bei Musik und Gaukelei wie im späten Mittelalter schmausen. Hunderte Kerzen, Stroh auf dem Boden, meterlange Fleischspieße, höfischer Tanz und historische Tischreden lassen dabei die Zeit des großen Reformators wieder aufleben.

Die Marburger Religionsgespräche

In den 1520er-Jahren breitete sich das reformatorische Gedankengut weiter aus. Seine Bezeichnung als „Protestantismus“ leitet sich ab von der „Protestation“, einem feierlichen Einspruch im Reichsrecht, mit der sich die 19 evangelischen Fürstentümer und Städte auf dem Zweiten Reichstag zu Speyer im April 1529 gegen die Beschlüsse der „altgläubigen“ Mehrheit mit dem Argument verwahrten, dass „ein jeglicher für sich selbst vor Gott stehen und Rechenschaft“ geben müsse.

Im Herbst 1529 führte Luther, der seit 1522 wieder in Wittenberg tätig war, auf Einladung des Landgrafen Philipp im Marburger Schloss die sogenannten Marburger Religionsgespräche mit dem Schweizer Reformator Ulrich Zwingli. Sie konnten zwar ihren grundlegenden Streit über das Abendmahl nicht überwinden, aber in den Marburger Artikeln die Gemeinsamkeiten der beiden unterschiedlichen reformatorischen Zweige festhalten. Damit unterstrich dieses Religionsgespräch und mehr noch die Gründung der ältesten protestantischen Universität der Welt 1527 die Bedeutung Marburgs und seines Landgrafen Philipp für die Reformation. Zahlreiche Veranstaltungen – darunter die Ausstellung „Martin Luther und die Bildung“ im Marburger Schloss – werden sich im Lutherjahr mit der Reformation beschäftigen.

Zahlreiche Aufenthaltsorte in Deutschland

Martin Luther war neben seiner Tätigkeit in Wittenberg auch viel unterwegs, weshalb er in zahlreichen Städten Spuren hinterlassen hat. Eine davon ist Neustadt an der Orla, wo das Ringhotel Schlossberg Teil des Ensembles denkmalgeschützter Häuser der Stadt ist und zeitgemäßes Design mit historischer Atmosphäre vereint. Luther stand hier dem Augustiner-Eremitenkloster der Stadt vor und predigte in der Stadtkirche Sankt Johannis. Das Lutherhaus am Markt ist eines der schönsten Bürgerhäuser Thüringens aus der Renaissancezeit und soll während seiner Aufenthalte in Neustadt seine Wohnstätte gewesen sein.

Beim Reichstag in Augsburg 1530 wollten Martin Luthers Anhänger den protestantischen Glauben reichsrechtlich verankern. Dazu verfasste Melanchthon die „Confessio Augustana“, ein protestantisches Glaubensbekenntnis, das vom Kaiser Karl V. geduldet wurde. Luther selbst durfte als immer noch Geächteter nicht am Reichstag teilnehmen – allerdings weilte er sicher vor seinen Häschern auf der Veste Coburg und erteilte Melanchthons Werk seinen Segen. Die beeindruckende und großartig erhaltene Veste Coburg mit ihrer Lutherkapelle kann vom Ringhotel Stadt Coburg sowie vom Ringhotel Schloss Hohenstein in Coburg/Ahorn besucht werden.

Die Reformation – ohne Buchdruck undenkbar

Luthers Wirken fiel in die Zeit des Übergangs der europäischen Gesellschaften vom Mittelalter in die Neuzeit. Der tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Strukturwandel führte auch zu politisch und religiös motivierten Konflikten. Die Erfindung des Buchdrucks war eine herausragende Innovation, ohne die die Verbreitung des neuen Glaubens nicht denkbar gewesen wäre. Mit der Veröffentlichung von Flugschriften, Traktaten und Abhandlungen, die dank mechanischer Vervielfältigung ein breites Publikum erreichten, profitierte Luther als einer der ersten von der Entstehung einer frühneuzeitlichen Öffentlichkeit. Allein seine Bibelübersetzung erlebte innerhalb von nur drei Jahren 22 autorisierte Auflagen und Nachdrucke und fand so rasche Verbreitung.

Stellvertretend für diese mediale Revolution steht Nürnberg: Die Stadt an der Pegnitz war nicht nur die erste deutsche Stadt, die 1525 die Reformation durchführte, sondern galt mit ihren vielen Verlagshäusern und Druckereien auch als eines der wichtigsten Medienzentren der damaligen Zeit. Mit Blick auf das Reformationsjubiläum 2017 plant Nürnberg eine Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen, die vom Ringhotel Loew’s Merkur in Nürnberg sowie vom Ringhotel Reubel in Nürnberg-Zirndorf besucht werden können. Der in Zirndorf ansässige Spielzeughersteller Playmobil bietet zum Jubiläum eine kleine Lutherfigur an.

Trotz des Kompromisses von Augsburg kam es 1546/47 – drei Jahre nach Luthers Tod – doch noch zu einem bewaffneten Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten, die sich im Schmalkaldischen Bund organisiert hatten. Der Augsburger Religionsfrieden von 1555 beendete diesen Konflikt und läutete eine der längsten Friedensperioden im Reich ein, die erst 1618 durch den Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges ein jähes Ende fand. Damit kam die Reformation zu einem vorläufigen Abschluss, allerdings wurde damit entgegen der damaligen Absicht die Glaubensspaltung im Reich endgültig zementiert.

"Sollen die Werke gut sein, so muss der Mann gut sein, der sie tut, denn wo nichts Gutes inne ist, da kommt nichts Gutes raus "

Martin Luther, deutscher Theologe und Reformator (1483-1546)

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