Die Nagelfluhkette gehört zu den abwechslungsreichsten Wanderregionen im Allgäu. Zwischen Immenstadt, Oberstaufen und dem österreichischen Bregenzerwald erwarten Wanderer offene Alpweiden, markante Berggrate, Wälder, Moore und weite Ausblicke über die Allgäuer Alpen. Ob entspannte Genusstour oder anspruchsvolle Gratwanderung: Die Region bietet passende Wege für ganz unterschiedliche Ansprüche. Wer mehrere Tage im Allgäu verbringt, kann Wanderungen, regionale Küche und persönliche Gastfreundschaft ideal miteinander verbinden. Genau dafür bieten sich die Ringhotels in der Umgebung als Ausgangspunkt an.
Die Nagelfluhkette liegt im deutsch-österreichischen Grenzgebiet und ist Teil des grenzüberschreitenden Naturparks Nagelfluhkette. Der höchste Gipfel ist der 1.834 Meter hohe Hochgrat. Die Landschaft ist geprägt von offenen Alpflächen, felsigen Bergkämmen und einer großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Ein guter Einstieg in die Region ist das Naturparkzentrum in Bühl am Alpsee bei Immenstadt. Dort erfahren Besucher mehr über die Entstehung der Bergwelt und die Besonderheiten des Naturparks.
Namensgeber der Region ist das sogenannte Nagelfluhgestein. Dabei handelt es sich um abgerundete Steine, die durch eine natürliche Gesteinsmasse miteinander verbunden sind.
Weil das Gestein optisch an groben Beton erinnert, wird es scherzhaft auch „Herrgottsbeton“ genannt. Es prägt viele Gipfel und Felsformationen der Region und macht die Landschaft unverwechselbar.
Eine schöne Tour für Genusswanderer führt von Immenstadt zur Sennalpe Oberberg. Wer den Anstieg etwas abkürzen möchte, kann einen Teil der Strecke mit der Mittagbahn zurücklegen. Alternativ führt ein Weg von Blaichach über den Tobelweg und die Alpe Derb zur Sennalpe. Oben angekommen, wartet eine gemütliche Einkehr mit selbst hergestelltem Käse, Quark und Kuchen. Die Tour ist ideal für alle, die Bewegung und Genuss miteinander verbinden möchten. Damit passt sie besonders gut zu dem, wofür Ringhotels steht: regionale Erlebnisse, persönliche Gastgeber und echtes HeimatGenuss-Gefühl.
Erfahrene Wanderer können die bekannte Gratwanderung vom Hochgrat bis zum Mittag unternehmen. Die Tour führt über mehrere Gipfel, darunter das Rindalphorn, den Gündleskopf, den Stuiben und den Steineberg. Für die Wanderung sollten etwa sechs bis sieben Stunden reine Gehzeit eingeplant werden. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, eine sehr gute Kondition und Erfahrung im alpinen Gelände sind erforderlich. Einige Abschnitte verlaufen über schmale Grate und drahtseilgesicherte Passagen. Belohnt werden Wanderer mit beeindruckenden Ausblicken. Bei guter Sicht reicht das Panorama vom Bodensee bis in Richtung Zugspitze.
Die Hochgratbahn bei Oberstaufen und die Mittagbahn bei Immenstadt erleichtern den Zugang zur Bergwelt. Für die große Überschreitung wird häufig die Hochgratbahn für die Auffahrt und die Mittagbahn für die Talfahrt genutzt. Auch kürzere Wanderungen lassen sich mithilfe der Bergbahnen gut planen. Da Betriebszeiten und Fahrpläne wetter- und saisonabhängig sind, sollten die aktuellen Informationen vor jeder Tour geprüft werden.
Die Nagelfluhkette liegt zwischen dem südlichen Allgäu und dem österreichischen Bregenzerwald. Bekannte Ausgangsorte sind Immenstadt und Oberstaufen.
Ja. Rund um Immenstadt, den Mittagberg und den Großen Alpsee gibt es verschiedene leichtere Touren. Besonders beliebt ist die Wanderung zur Sennalpe Oberberg.
Nein. Die vollständige Gratwanderung ist lang und enthält ausgesetzte Passagen. Sie eignet sich nur für erfahrene, trittsichere und schwindelfreie Wanderer.
Das Ringhotel Nebelhornblick in Oberstdorf ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen in den Allgäuer Alpen. Vom Ringhotel Mohren in Ochsenhausen erreichen Gäste Immenstadt und den nördlichen Rand der Nagelfluhkette in etwa einer Stunde mit dem Auto.