Zart geschmortes Rindfleisch, gefüllt mit würzigem Speck, Zwiebeln und Gurken, serviert mit kräftiger Sauce, Rotkohl und Knödeln – Rinderrouladen gehören zu den beliebtesten traditionellen Gerichten Deutschlands. Doch was viele nicht wissen: Der Klassiker hat nicht nur Geschichte, sondern auch einen perfekten kulinarischen Partner – den Spätburgunder, etwa aus dem Ahrtal.
Wer deftige Hausmannskost liebt und dabei auch gerne auf kulinarische Reise geht, wird dieses Duo aus Rezeptklassiker und Weinleidenschaft zu schätzen wissen.
Die Wurzeln der Rinderroulade liegen im ehemaligen Oberschlesien. Der Begriff „Roulade“ stammt vom französischen rouler – rollen – und beschreibt die Zubereitung perfekt: dünne Fleischscheiben, gefüllt, aufgerollt und sanft geschmort.
Was einst ein günstiges Gericht für die breite Bevölkerung war, entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem Symbol deutscher Sonntagsküche. Heute steht die Rinderroulade für HeimatGenuss und Tradition – besonders in der kühleren Jahreszeit.
Rinderrouladen leben von kräftigen Aromen. Doch genau deshalb braucht es beim Wein einen Begleiter mit Finesse: Ein Spätburgunder (Pinot Noir) bringt mit seiner Fruchtigkeit, feinen Tanninen und einem Hauch Eleganz genau das richtige Maß an Charakter mit – ohne das Gericht zu überdecken.
Besonders empfehlenswert: ein Spätburgunder aus dem Ahrtal– eine der renommiertesten Rotweinregionen Deutschlands. Auf kalk- und schieferreichen Hängen entstehen hier filigrane Rotweine mit Tiefgang.
4 große Rouladenscheiben vom Rind
8 Scheiben Speck
4 Gewürzgurken
2 Zwiebeln
2 EL Senf
Salz & Pfeffer
Küchengarn
2 Karotten, 1 Lauchstange, 1 Petersilienwurzel, 1 Stange Sellerie
2 EL Tomatenmark
250 ml Spätburgunder
400 ml Rinderfond
2 EL Rapsöl
Rouladen dünn klopfen, salzen, pfeffern und mit Senf bestreichen.
Mit Gurken-, Zwiebel- und Speckstreifen belegen, einrollen, mit Garn binden.
Rouladen scharf anbraten, herausnehmen.
Gemüse würfeln, im Topf anrösten, Tomatenmark hinzufügen.
Mit Spätburgunder ablöschen, Rinderfond und Rouladen zugeben.
Bei niedriger Hitze 1,5–2 Stunden schmoren lassen.
Beilagentipp: Rotkohl, Kartoffelknödel oder Salzkartoffeln – je nach Vorliebe.
Ein Spätburgunder – fruchtig, weich, nicht zu tanninbetont.
Rouladen sind einzelne, gefüllte Fleischscheiben – keine ganze Fleischrolle.
Ja – ideal zum Ablöschen von Saucen mit Rind oder Wild.